Simson-Seiten
Betriebsanleitung für das Simson Zweirad SR 2e
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Nachdem Sie nun im Besitze eines Simson-Mopeds sind, wird Ihnen daran liegen, dieses leistungsfähige Fahrzeug auch sachgemäß zu behandeln. Auf den folgenden Seiten ist alles Wissenswerte über das Fahren, die Pflege und die Behebung von Störungen zusammengestellt. Wir sind überzeugt, daß Sie diese Ausführungen nicht nur lesen, sondern die gegebenen Richtlinien auch befolgen, um stets über ein zuverlässiges Moped zu verfügen. Wir wünschen Ihnen nach dem Studium der nächsten Seiten eine VEB Fahrzeug- und Gerätewerk
Simson Suhl
Inhaltsverzeichnis1 Technische Daten
1 Technische Datenzum nächsten Punkt ; Index
2 Bedienungsanleitung2.1 Bedienungsorgane |
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2.2 Schieben bzw. Radfahren bei stehendem Motorzum nächsten Punkt ; IndexBeim Schieben des Fahrzeuges Schaltdrehgriff (Bild 4) am Lenker links auf 0 (Leerlauf) stellen. Kupplungshebel wird nicht angezogen. - Beim Radfahren Schaltdrehgriff in Stellung 2 (2. Gang) bringen. Kupplungshebel muß angezogen werden. Das Fahrzeug kann in diesem Zustand auf kurzen Strecken wie ein Fahrrad gefahren werden. Der Luftdruck in den Reifen verändert sich und ist regelmäßig nachzuprüfen. Die Lebensdauer von Decke und Schlauch und auch die Fahrbequemlichkeit und Straßenlage, also die Sicherheit des Fahrers, sind davon abhängig. Der richtige Luftdruck beträgt:
2.3 Tankenzum nächsten Punkt ; IndexÖffnen des Kraftstoffbehälters durch Linksdrehen des Tankverschlusses (Ziff. 8, Bild 4). Wenn weiteres Drehen nicht mehr möglich ist, Tankverschluß nach oben abnehmen. Der Motor wird mit Zweitaktmischung betrieben. Hierfür kann jeder handelsübliche, saubere und wasserfreie Vergaserkraftstoff verwendet werden, dem Motorenöl im Verhältnis 25:1 (auch für das Einfahren) beigemischt wird. Auf 5 Liter Benzin 200 ccm Öl. Für das Beimischen von Hyzet-Zweitakt-Motorenöl beträgt das Mischungsverhältnis für 500 km Einfahrstrecke ebenfalls 25:1. Nach 500 Einfahrkilometer 33:1. Das sind auf 5 Liter Benzin 152 ccm Öl. Vor dem Einfüllen in den Kraftstoffbehälter in einer peinlich sauberen Mischkanne gut mischen und durch ein Tuch filtern. Der Kraftstoffhahn am tiefsten Punkt des Kraftstoffbehälters soll, außer im Betrieb, stets geschlossen gehalten werden. |
| Bild 2. Kraftstoffhahn Hahn offen - Griff in Schlauchrichtung Hahn zu - Griff nach rückwärts Hahn auf Reserve - Griff vorwärts 2.4 Inbetriebnahme des Mopedszum nächsten Punkt ; Index
2.4.1 Anfahrenzum nächsten Punkt ; Index
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Bild 3. Antreten des Mopeds SR 2 durch Pedal-Kickstarter
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Bild 4. Draufsicht auf Scheinwerfer,
Lenker mit Bedienungsorganen und Kraftstoffbehälter
2.4.2 Schalten vom 1. auf den 2. Gangzum nächsten Punkt ; Index
2.4.3 Zurückschalten vom 2. auf den 1. Gangzum nächsten Punkt ; IndexMerkt man, daß die Fahrgeschwindigkeit, z.B. an einer Steigung, stark absinkt (unter 15 km/h), oder muß man in dichtem Verkehr langsam fahren, so schaltet man auf den 1. Gang zurück.
Einkuppeln und Gasgeben sollen beim Zurückschalten gleichzeitig
erfolgen. Richtiges Zurückschalten ist Gefühlssache, das Sie
nach wenigen Fahrten von selbst lernen. Die geschilderten Bewegungen müssen
schnell hintereinander ausgeführt werden, damit die Geschwindigkeit
des Mopeds während des Schaltvorganges nicht zu stark abfällt.
2.4.4 Geschwindigkeit verringernzum nächsten Punkt ; Index
Gerade bei den höheren Geschwindigkeiten, die auf einem Moped gegenüber
dem Fahrrad möglich sind, immer auch die Handbremse (Ziff. 4 in Bild
4), die auf das Vorderrad wirkt, mitbenutzen. Die Bremsnabe
im Vorderrad hat sehr gute Bremswirkung. Nur auf sandigen, nassen oder
schlüpfrigen Straßen und auch in Kurven die Vorderradbremse
mit Vorsicht verwenden, damit das Vorderrad nicht seitlich wegrutscht.
Auf langgestrecktem Gefälle abwechselnd Vorderrad- bzw. Hinterradbremse
benutzen (Zweck: Abkühlung). Selbstverständlich ist, daß
der Gasdrehgriff und nicht die Bremsen dazu da sind, die Geschwindigkeit
zu regeln. Achten Sie darauf, daß bei normaler Beinhaltung die Hinterradbremse
nicht schleift. 2.4.5 Anhaltenzum nächsten Punkt ; Index
Auch bei stehendem Moped läuft der Motor ruhig im Leerlauf weiter.
Längeres Laufen im Stand möglichst vermeiden, da sich der Motor
sonst übermäßig erhitzt. 2.4.6 Wiederanfahrenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.7 Motor abstellenzum nächsten Punkt ; Index
2.4.8 Bergabfahrenzum nächsten Punkt ; IndexAuf längeren, sehr steilen Gefällen wirkt der ohne Gas mitlaufende
Motor als Bremse. Der Kraftstoffhahn darf dabei nicht abgestellt werden,
damit die Motorschmierung gewährleistet ist! Ist die Strecke übersichtlich
und nicht zu steil, kann man das Getriebe auf Leerlauf stellen und fast
geräuschlos bergab rollen. Die kräftigen Bremsen bringen das
Moped auch aus hohen Geschwindigkeiten zuverlässig schnell zum Stehen.
Den Motor lassen Sie am besten im Leerlauf weiterlaufen. Damit das Wiedereinschalten
des Ganges am Ende des Gefälles keine Schwierigkeiten macht, geben
Sie dann beim Schalten Gas, so daß sich die Drehzahlen von Motor
und Getriebe einander anpassen können. Lassen Sie sich aber nicht
dazu verleiten, das Gas voll aufzudrehen und bergab schneller zu fahren,
als Sie dieselbe Steigung hinauffahren würden; denn Sie verringern
dadurch die Lebensdauer des Motors. 2.5 Einfahrenzum nächsten Punkt ; IndexEtwa 500 km brauchen die neuen Teile des Motors zum Einlaufen. Fahren Sie in der ersten Zeit nicht mit Vollgas, sondern höchsten mit 2/3 Gas. Schalten Sie an Steigungen auf den kleineren Gang, wenn Sie merken, daß der Motor nicht mehr munter zieht. Sie brauchen keineswegs ängstlich zu sein, sondern können sofort bis zu einer Geschwindigkeit von 12 km/h im 1. Gang und 30 km/h im 2. Gang fahren. 2.6 Benzinsparendes Fahrenzum nächsten Punkt ; IndexWenn die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erreicht ist, Gasdrehgriff
nicht in seiner Stellung stehenlassen, sondern vorsichtig und so lange
zurückdrehen, bis der Motor das Fahrzeug gerade noch auf der erreichten
Geschwindigkeit hält. Der Motor muß dabei noch gleichmäßig
laufen. Dadurch Schonung des Motors und sparsamer Kraftstoffverbrauch.
2.7 Beleuchtungzum nächsten Punkt ; IndexDer Zünd-Licht-Schalter am Scheinwerfer (Ziff. 5 im Bild 4) hat 3 Schaltstellungen (vom Fahrersitz gesehen):
Die mit dem Rückstrahler kombinierte Schlußleuchte am Hinterradschutzblech
wird gleichzeitig (entsprechend StVZO) mit dem Schalter der Beleuchtung
betätigt. Bei Erneuerung der Glühlampen darauf achten, daß
nur die vorgeschriebenen Glühlampen verwendet werden. 2.8 Sicherung gegen unbefugtes Benutzenzum nächsten Punkt ; IndexAm Gepäckträger befindet sich in einer besonderen Aufnahme
ein Sicherheitsschloß. Es werden 2 Schlüssel mitgeliefert.
Zur Sicherung des Fahrzeuges wird das Schloß mittels Schlüssel
entriegelt, aus der Aufnahme gezogen und in die Sicherungsaufnahme am
Rahmen eingeführt und verriegelt. Das Schloß verhindert durch
sein Eintreten zwischen die Speichen des Hinterrades unbefugtes Benutzen.
2.9 Schwingsattelzum nächsten Punkt ; IndexAngenehmes Fahren wird durch Abfederung des Vorder- und des Hinterrades erreicht und außerdem durch den Schwingsattel. Entsprechend der Größe des Fahrers ist der Sattel in der Höhe einstellbar. Es ist zu beachten, daß die Klemmschrauben gut festgezogen werden,
um eine Veränderung der Sattelstellung während der Fahrt zu
verhindern. 2.10 Kippständerzum nächsten Punkt ; IndexDieser ermöglicht das freie Abstellen des Mopeds. Im Fahrbetrieb wird der Ständer in hochgeklappter Stellung durch eine Feder festgehalten. Beim Belasten des Fahrzeuges Kippständer stets hochklappen. Nicht
auf Kippständer antreten! 2.11 Lenkerverstellungzum nächsten Punkt ; IndexDer Lenker kann nach Lösen der Sechskantschraube und Überwurfmutter
in gewissen Grenzen wie beim Fahrradlenker in der Höhe verstellt
werden (Ziff. 9 und 11 im Bild 4). Von Oberkante Überwurfmutter
bis Oberkante Lenker soll eine Entfernung von 140 mm nicht überschritten
werden. 2.12 Leichtes Startenzum nächsten Punkt ; IndexVor allem in der kalten Jahreszeit wird empfohlen, den Kraftstoffhahn
so abzustellen, daß bei Beendigung der Fahrt der Kraftstoff im Vergaser
restlos verbraucht ist, damit nicht zurückbleibendes Öl die
Düsen verstopft und beim Starten frisches Gemisch zur Verfügung
steht. 3 Pflegeanleitungzum nächsten Punkt ; IndexWenn Sie sich an das vorher über das Fahren Gesagte halten, so haben Sie dem Motor schon viel gutes getan; denn eine sachgemäße Behandlung erhöht seine Betriebsbereitschaft und seine Lebensdauer. Außerdem müssen Sie aber noch auf die regelmäßige Pflege Ihres Mopeds bedacht sein. Bei einiger handwerklicher Gewandtheit können Sie die meisten Pflegearbeiten selbst durchführen (siehe Pflegeschema). Andernfalls und in den besonders bezeichneten Fällen ist es notwendig, die Hilfe eines Simson-Dienstes in Anspruch zu nehmen (siehe Sonderdruck Kundendienstbeilage ‘Wer hilft mir?’). Um das gute Aussehen Ihres Mopeds zu erhalten, beachten Sie folgende Hinweise:
3.1 Pflegeschemazum nächsten Punkt ; Indexeinmalig Muttern auf beiden Seiten der Vorderradachse, des Zylinderkopfes, des Auspufftopfes und des Vergasers nach den ersten 250 km Fahrstrecke, alle anderen Schrauben und Muttern nach den ersten 500 bis 1000 km nachziehen; nach 300 km Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen (0,4 mm). (Siehe unter 3.11) Ölwechsel im Getriebe und Durchspülen desselben mit Waschöl nach den ersten 500 km. (Siehe unter 3.5) Das gleiche wiederholt sich nach einer Zerlegung des Motors (in Fachwerkstatt).
2 Preßschmierstellen mit Öl an der Vordergabelschwinge; Schaltdrehgriff, Gasdrehgriff, Tachoantrieb und Pedale abschmieren. (siehe unter 3.2) Kupplungsspiel prüfen und nachstellen (siehe unter 3.4) Ölstand im Getriebe nachprüfen (siehe unter 3.5) Bremsen prüfen und einstellen (siehe unter 3.6) Schaltung prüfen und einstellen (bei Bedarf)(siehe unter 3.7) Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölen (siehe unter 3.8) Radlager einfetten (siehe unter 3.9) Auspuffanlage reinigen (siehe unter 3.10) Luftfilter reinigen (siehe unter 3.12) Elektrodenabstand der Zündkerze prüfen (siehe unter 3.11) Vergaser reinigen und einstellen (siehe unter 3.13) Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfen (erstmalig nach 1000 km)(siehe unter 3.14) (Nach Möglichkeit diese Arbeiten bei einem Simson-Dienst ausführen
lassen) Hinterrad-Schwinglager schmieren (siehe unter 3.2) Ölwechsel im Getriebe und Durchspülen mit Waschöl (siehe unter 3.5) Nachstellen und Schmieren der Lenkungs- und Radlager (siehe unter 3.9) Zylinderkopf und Kolbenboden reinigen (Nach Möglichkeit diese Arbeiten bei einem Simson-Dienst ausführen lassen) |
Bild 5.
3.2 Schmierplan (Bild 5)zum nächsten Punkt ; IndexDas Abschmieren der Preßschmierstellen muß mittels Fettpresse
mit Öl (Tankstelle, Werkstatt) erfolgen. 3.3 Seilzüge und Tachoantriebswelle ölenzum nächsten Punkt ; IndexDie Seilzüge zum Vergaser, zur Kupplung, zum Schalthebel und zur Bremse sowie die Tachoantriebswelle müssen von Zeit zu Zeit geölt werden, damit sich die Seile und die biegsame Welle leicht in ihren Hüllen bewegen. Dünnflüssiges Öl, z.B. mit Benzin verdünntes Motorenöl,
läßt man mittels einer Spritzkanne in den Spalt zwischen Seil
bzw. Tachowelle und Hülle einfließen, bis es am unteren Hüllenende
austritt. Zu diesem Zweck müssen die Seile an den Handgriffen ausgehängt
bzw. die Tachowelle vom Tacho gelöst werden. Es ist bei der Montage
auf die richtige Einstellung zu achten. (Siehe unter 3.4,
3.6 und 3.7.) 3.4 Kupplungsspiel prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; IndexDie Kupplung muß vollständig ein- und auskuppeln, darf also nicht rutschen, weil dadurch die Kupplungslamellen verbrennen können. Bei richtiger Einstellung muß der Handkupplungshebel in eingekuppeltem Zustand etwa 1 cm toten Gang (Spiel) am Hebelende aufweisen, bzw. der, von vorn gesehen, aus dem Motorgehäuse rechts herausgeführte Bowdenzug muß ein Spiel von 2-4 mm aufweisen. Bei zu großem Spiel löst die Kupplung nicht voll aus, wenn das Spiel fehlt, neigt sie zum Rutschen (Bilder 6 und 7). Arbeitsvorgang:
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Bild 6. Linke Lenkerseite mit Bedienungsorganen
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Bild 7. Linke Motorseite, Einstellen der Kupplung
3.5 Ölstand im Getriebe nachprüfen und wechselnzum nächsten Punkt ; IndexDen runden Deckel an der linken Seite des Motorgehäuses abnehmen. Bei richtigem Ölstand soll bei auf den Rädern stehendem Moped das Öl bis zur Unterkante der Öffnung stehen. Nachfüllung erfolgt durch die Einfüllöffnung (Ziff. 1 in Bild 7) an der Gehäuseoberseite. Beim Ölwechsel die zwei Ölablaßschrauben an der Gehäuseunterseite
entfernen, so daß die Ölfüllung abfließt. Nach dem
Wiedereinschrauben beider Ablaßschrauben ist durch die obere Einfüllöffnung
etwa ½ Liter Spülöl einzufüllen. Dann soll der Motor
im Leerlauf im Stand etwa 2 Minuten laufen. Danach sind beide Ablaßschrauben
wieder zu lösen und das mit den Ölresten vermischte Spülöl
abzulassen. Nach dem Wiedereinschrauben der Ablaßschrauben ist Motoren-Sommeröl
einzufüllen, bis der Ölstand die Unterkante der Öffnung
im Kupplungsdeckel erreicht. Danach Verschlußdeckel schließen
und Ablaßschrauben gut festziehen. 3.6 Bremsen prüfen und nachstellenzum nächsten Punkt ; IndexVorderradbremse: Die Notwendigkeit einer Bremsnachstellung ist äußerlich an dem immer größer werdenden Spiel (toter Gang) am Handbremshebel zu erkennen. Normal sollen am Handbremshebelende 1-2 cm Spiel vorhanden sein. Die Nachstellung muß also stets so erfolgen, daß die Bremsbacken nach Erreichen dieses Maßes fühlbar angreifen. |
Bild 8. Rechte Lenkerseite mit Gasdrehgriff
und Handbremshebel
Arbeitsvorgang (Bild 8):
Hinterradbremse: Eine Nachstellung des Bremsgestänges an der Hinterradnabe ist erforderlich, wenn der Bremshebel zu weit nach vorn gezogen werden muß, ehe die Bremsbacken fühlbar greifen. Dies kann eintreten, wenn die Kette nachgespannt wurde oder der Bremsbelag abgenutzt ist. Arbeitsvorgang (Bild 11):
3.7 Schaltung prüfen und einstellenzum nächsten Punkt ; IndexDamit der Kupplungshebel am Schaltdrehgriff richtig einrastet und dabei
die Gänge ordnungsgemäß geschaltet werden, muß der
Seilzug vom Schaltdrehgriff zum Getriebe vorschriftsmäßig eingestellt
sein.
3.8 Kettenspannung prüfen, Kette reinigen und ölenzum nächsten Punkt ; IndexDie Lebensdauer der Kette wird durch Einwirkung von Staub und Schmutz beeinträchtigt. Durchhang in der Mitte etwa 10-12 mm. Arbeitsvorgang (Bild 11):
3.9 Nachstellen der Lenkungs- und Radlagerzum nächsten Punkt ; IndexDie Lenkungs- und Radlager sind mit nachstellbaren Kugellagern ausgestattet. Sie sind sorgfältig abgedichtet, so daß weder Schmiermittel verlorengehen kann noch Schmutz oder Nässe von außen eindringen können. Eine lange Lebensdauer ist dadurch gewährleistet. Alle Teile werden in Benzin saubergewaschen, und es wird empfohlen, die Radlager nach je 1000 km Fahrstrecke einzufetten. Die Naben sind richtig eingestellt, wenn bei ausgebautem Rad ein eben noch fühlbares seitliches Spiel der Achse wahrzunehmen ist. Bei eingebautem Rad und festgezogenen Achsmuttern muß dieses Seitenspiel verschwunden sein, die Felge muß aber seitlich immer noch eben fühlbares Spiel haben. Verschwindet dies Spiel beim Anziehen der Achsmuttern vollständig, so ist zu prüfen, ob die Gabelenden noch plan und parallel sind. |
Bilder 9 und 10. Vorderradlagerung und
-bremse
3.9.1 Nachstellen der Lenkungslagerzum nächsten Punkt ; IndexSollte sich nach längerem Betrieb ein zu großes Spiel am Lenkungslager bemerkbar machen, so ist Nachstellung erforderlich. Arbeitsvorgang (Bild 4):
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Bild 11. Hinterradlagerung und -bremse
Bild 12. Befestigung des Kettenschutzes
3.9.2 Vorderradausbau und Einstellen der Lagerzum nächsten Punkt ; IndexArbeitsvorgang (Bilder 9 und 10):
Es ist zu berücksichtigen, daß sich das Lagerspiel etwas verringert, wenn die Sicherungs- und Achsmuttern wieder festgezogen werden. Also vor Wiederzusammenbau erst prüfen. 3.9.3 Hinterradausbau und Einstellen der Lagerzum nächsten Punkt ; IndexArbeitsvorgang (Bild 11):
Man löst die Achsmuttern und verstellt den Stellkonus. Flache Sicherungs- und Achsmutter werden wieder angezogen. Hierbei ist ebenfalls darauf zu achten, daß sich das Spiel etwas verringert, wenn Sicherungs- und Achsmutter fest angezogen werden. Daher vor Wiederinbetriebnahme erst prüfen und eventuell nachregulieren. 3.9.4 Das Spuren der Räderzum nächsten Punkt ; IndexDas Spuren beider Räder kann mit Hilfe einer geraden Latte oder Schnur erfolgen. Zuerst ist das Vorderrad genau gerade zu stellen, dann wird an einer Seite der Laufdecke die Latte oder Schnur angelegt, welche natürlich bis über den Hinterradreifen reichen muß. Das Hinterrad ist so einzurichten, daß beide Reifenkanten genauso an der Latte oder Richtschnur anliegen wie die des Vorderrades. Am besten von zwei Mann auszuführen. 3.10 Auspuffanlage reinigenzum nächsten Punkt ; IndexLeistung und Verbrauch eines Zweitaktmotors hängen in hohem Maße vom Staudruck in der Auspuffanlage ab. Wenn die Motorleistung nachläßt, ist eine Reinigung der Auspuffanlage unbedingt erforderlich. |
Bild 13. Der Schalldämpfer
Arbeitsvorgang: Reinigen des Auspuffschlitzes:
3.11 Elektrodenabstand der Zündkerze prüfenzum nächsten Punkt ; IndexAls Folge hoher Beanspruchung zeigt die Kerze nach einer gewissen Betriebszeit Alterserscheinungen, die sich als Elektrodenabbrand, Verbrennungsrückstände am Isolator usw. bemerkbar machen. Das Betriebsverhalten des Motors, vor allem sein Anspringen, wird dann ungünstig beeinflußt. Die Kerze muß von Zeit zu Zeit überprüft, gereinigt und der Elektrodenabstand nachgestellt werden. Arbeitsvorgang (Bild 14):
Dichtring nicht vergessen! |
Bild 14. Prüfen der Zündkerze
Tip von Miraculis: Zwischen den Elektroden muß ein kräftiger Zündfunke überspringen. Springt kein Funke über, so ist der Kontaktabstand am Unterbrecher zu prüfen (siehe unter 3.14) Bleibt der Motor bei nach links geschaltetem Zünd-Licht-Schalter
nicht stehen, so hat er Glühzündungen. Dann darf auf keinem
Fall das Zündkabel von der Kerze abgenommen werden, da dies zur sofortigen
Zerstörung der Zündspule führen kann, sondern der Motor
ist durch erhöhte Brennstoffzufuhr (Vollgas geben) zum Stehen zu
bringen (Zünd-Licht-Schalter dabei auf Schaltstellung links stehenlassen).
3.12 Luftfilter reinigenzum nächsten Punkt ; IndexEin sauberes Luftfilter wirkt sich nicht nur günstig auf die Leistungsfähigkeit und den geringen Kraftstoffverbrauch aus, sondern es erhöht auch die Lebensdauer des Motors. Arbeitsvorgang (Bild 15):
In sand- und staubreicher Gegend ist das Luftfilter häufiger zu einigen. Ohne Luftfilter darf der Motor nie in Betrieb genommen werden. 3.13 Vergaserzum nächsten Punkt ; IndexDie Stellung des Drosselschiebers im Vergaser wird durch den Gasdrehgriff
an der rechten Lenkerseite reguliert. Durch Drehen von vorn nach hinten
wird mehr Gas gegeben. Am Drehgriff ist eine geschlitzte Stellschraube
angebracht; mit ihr kann die Leichtgängigkeit des Drehgriffs den
Wünschen des Fahrers angepaßt werden. Rechtsdrehen ergibt schwereren,
Linksdrehen leichteren Gang des Griffes. 3.13.1 Nachstellen des Gasbowdenzugeszum nächsten Punkt ; IndexDie Notwendigkeit einer Nachstellung des Gasbowdenzuges ist äußerlich an dem immer größer werdenden Spiel am Gasgriff zu erkennen. Das Spiel soll etwa 2 mm an der Bowdenzughülle betragen. Die Nachstellung erfolgt an der Stellschraube am Bowdenzug. Arbeitsvorgang (Bild 8):
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Bild 15. Vergaser und Luftfilter (rechte
Motorverkleidung abgenommen)
3.13.2 Einstellen der Leerlaufdrehzahl (Bild 15)zum nächsten Punkt ; IndexMit der Gasschieberanschlagschraube (3), die durch eine Feder (4) gegen
unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, kann der Leerlauf eingestellt
werden. Beim Hineindrehen der Anschlagschraube erhöht sich, beim
Herausschrauben verringert sich die Leerlaufdrehzahl. 3.13.3 Vergasereinstellungzum nächsten Punkt ; IndexDie Vergasereinstellung wurde durch ausgedehnte Versuche festgelegt, und es ist zu empfehlen, keine Veränderung an diesen Einstellungen vorzunehmen. Sollte infolge besonderer klimatischer oder betrieblicher Bedingungen eine Veränderung der Einstellung erforderlich sein, so kann diese für den Teillastbereich durch Höher- oder Tieferhängen der Düsennadel im Nadelhalter sowie für die Spitzenleistung durch Änderung der Hauptdüse vorgenommen werden. Ein Höherhängen der Düsennadel im Nadelhalter bedeutet ein fetteres Gemisch und höheren Kraftstoffverbrauch, Tieferhängen dagegen ein mageres Gemisch, also geringeren Kraftstoffverbrauch, aber auch eine größere Erhitzung des Motors. |
3.13.4 Reinigen des Vergasers (Bild 16)zum nächsten Punkt ; IndexUm den Vergaser stets einsatzbereit zu halten, ist es zu empfehlen, diesen von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen. Hierzu muß die Motorverkleidung abgenommen werden. Die Reinigung der Hauptdüse kann erfolgen, ohne daß der Vergaser demontiert wird. Zu diesem Zweck wird die Düsenhalteschraube (14) mit einem Sechskantschlüssel mit 11 mm Schlüsselweite herausgeschraubt. Düsen dürfen nur durch Ausblasen oder mit einer Bürstenborste und niemals mit festen Gegenständen (Nadeln, Draht usw.) gesäubert werden. Soll der gesamte Vergaser gereinigt werden, wird zunächst der Gummischlauch von der Dämpferkappe des Luftfilters nach hinten abgezogen und das Luftfilter mit Dämpfungskappe vom Vergaser abgenommen. Anschließend wird der Schiebergehäusedeckel (1) gelöst und mit diesem der Kolbenschieber (5) mit Düsennadel (4) aus dem Vergasergehäuse gezogen. Danach werden die Befestigungsmuttern am Flansch gelöst, und der Vergaser kann vom Motor abgenommen werden. Zur Reinigung des Schwimmergehäuses (12) wird zunächst die Verschlußschraube (16) entfernt. Danach wird die Befestigungsschraube (15) herausgeschraubt, und das Schwimmergehäuse kann vom Vergaser abgenommen werden. Um den richtigen Anbau des Schwimmergehäuses zu gewährleisten, ist im Schwimmergehäuse ein Arretierstift (13) eingesetzt, der in eine Aussparung in der Mischkammer eingreift. Außerdem ist bei der Montage des Schwimmergehäuses darauf zu achten, daß der Schwimmer mit seinem Hebel in der Schwimmeraufhängung eingehängt ist. Wir empfehlen, die Reinigung in den Simson-Diensten (siehe Kundendienstbeilage)
durchführen zu lassen. Für Entgegennahme von Reklamationen sind
die Simson-Dienste ebenfalls zuständig. 3.14 Abstand der Unterbrecherkontakte und Zündeinstellung prüfenzum nächsten Punkt ; IndexWir schlagen Ihnen vor, diese Arbeiten in einem Simson-Dienst ausführen zu lassen. Sollten Sie jedoch diese Arbeiten selbst durchführen, finden Sie in der gesondert herausgegebenen Reparaturanleitung genaue Hinweise über die Durchführung dieser Arbeiten. Bemerkung von Miraculis: 4 Motorstörung und ihre Behebung4.1 Der Motor springt nicht anzum nächsten Punkt ; Index
4.2 Der Motor arbeitet unregelmäßig oder bleibt öfter stehenzum nächsten Punkt ; Index
4.3 Der Motor arbeitet im Viertakt (läßt Zündungen aus)zum nächsten Punkt ; Index
4.4 Der Motor zieht nicht (läßt in der Leistung nach)zum nächsten Punkt ; Index
4.5 Zu hoher Kraftstoffverbrauchzum nächsten Punkt ; Index
4.6 Der Motor knallt oder patscht in den Vergaserzum nächsten Punkt ; Index
4.7 Der Motor wird zu heißzum nächsten Punkt ; Index
4.8 Der Motor übertourt sich (dreht durch)zum nächsten Punkt ; Index
4.9 Geräuschezum nächsten Punkt ; Index
5 Werkzeugezum nächsten Punkt ; Index
6 Verkehrskundebrauch man eh nicht :-)Index |
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