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MZ - Seiten Betriebsanleitung für MZ-Motorräder TS 125 - TS 150 - TS 250
für die MZ-Motorräder TS125, TS 150 und TS 250 Mit 54 Bildern 4. Auflage
VEB MOTORRADWERK ZSCHOPAU
Die MZ-Motorräder TS 125, TS 150 und TS 250 sind Erzeugnisse des VEB Motorradwerk Zschopau
VEB FACHBUCHVERLAG LEIPZIG Redaktionsschluss 30.12.1974
Wir begrüßen Sie VEB MOTORRADWERK ZSCHOPAU VEB MOTORRADWERK ZSCHOPAU Inhaltsverzeichnis
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Bild 1.TS 125 - TS 150

Bild 2.TS 250
1. Technische Daten1.1. Motornächster Punkt ; Index
1.2. Vergasernächster Punkt ; Index
1.3. Elektrische Anlagenächster Punkt ; Index
1.4. Getriebenächster Punkt ; Index
1.5. Kraftübertragungnächster Punkt ; Index
1.6. Fahrgestellnächster Punkt ; Index
1.7. Maße und Massennächster Punkt ; Index
1.8. Füllmengennächster Punkt ; Index
1.9. Bremsverzögerungnächster Punkt ; Index7,1 m/s2 auf griffiger Betonfahrbahn (Autobahn). Mit neuwertigen
Reifen und bei sachgemäßer Bedienung beider Bremsen ergeben
sich folgende Bremswege: TS 250 Die Fahrgestellnummer befindet sich hinten am rechten Rahmenausleger zur Berfstigung der Hinterkotflügels. Die Motornummer ist auf dem Motorblock rechts eingeschlagen.
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Bild 3. Straßenverbauch TS 125 und TS 150
Bild 4 Straßenverbrauch TS 250
2. Betriebsmittel2.1. Kraftstoffnächster Punkt ; IndexEntsprechend der konstruktiven Auslegung des Motors ist ein
Vergaser-Kraftstoff von 88 Oktan - also VK 88 - zu verwenden. 2.2. Motorenölnächster Punkt ; IndexBeide Pleuellager sowie Zylinderlaufbahn und Kolben werden durch die einfache und betriebssichere Mischungsschmierung mit Öl versorgt. Unsere Erfahrungen veranlassen uns, die ausschließliche Verwendung von vorzuschreiben. Dessen Wirkstoffe (Additives) verringern die
mechanische Abnutzung und das Ansetzen von Verbrennungsrückständen. 2.3. Mischungsverhältnisnächster Punkt ; IndexDas Mischungsverhältnis ist in jedem Fall, also auch
während der Einfahrzeit, 33:1 für die TS 125/150 bzw. 50:1 für
die TS 250.. Es werden immer 10 l Kraftstoff mit 0,30 l bzw (0,5 L) Zweitaktöl
gemischt. Zu wenig Öl schadet naturgemäß dem Motor, deshalb
ist es zweckmäßig, den Tankvorgang zu überwachen. Wird
die Mischkanne benutzt, dann beachten, daß nicht ein Teil der verhältnismäßig
geringen Ölmenge in der Ölkanne zurückbleibt. Besonders
im Winter kann das sehr viel sein! 2.4. Schmiermittel für Kraftübertragungnächster Punkt ; IndexFür das Getriebe mit Primärantrieb sind 450 cm3 Getriebeöl GL 60 als
Schmiermittel vorgesehen. Auf keinen Fall dürfen graphitierte Öle verwendet werden,
weil damit die Kupplung rutschen würde. Dieselben Beanstandungen treten auf, wenn Sie
Molybdän-Suspensat einfüllen. 2.5. Schmiermittel für Fahrgestellnächster Punkt ; IndexAlle Schmiernippel des Fahrgestells sind durch eine Hochdruckschmierpresse mit Getriebeöl GL 60 bz Welzlagerfett abzuschmieren. Bitte diese Anweisung unbedingt beachten! 2.6. Stoßdämpferfüllungnächster Punkt ; IndexDie Holme der Teleskopgabel sind mit je 220 ccm die Stoßdämpfer der Federbeine mit je 70 ccm Stoßdämpferöl 'GLOBO' gefüllt. Viskosität 1,65...1,92 °E bei 50 °C (8...11 cSt bei
50 °C). 3. Der erste Start3.1. Fahrbereit?nächster Punkt ; IndexVom Verkäufer wurde Ihr Motorrad bereits fahrfertig
gemacht und die Batterie gefüllt und geladen. Eine gemeinsame Probefahrt
überzeugte Sie vom einwandfreien Zustand Ihrer TS. 3.2. Wir fahren ...nächster Punkt ; IndexGewöhnen Sie sich für Ihre spätere Fahrpraxis an, Ihren Motor, wenn er längere Zeit gestanden hat (vor allem im Winter), bei gezogener Kupplung einige Male leer durchzutreten. |
Bild 4. Bedienungsorgane
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Dadurch vermeiden Sie, daß die klebenden Kupplungslamellen beim
Einschalten des ersten Ganges ein unerwünschtes Geräusch verursachen.
![]() In den Parkstellungen 0 (Tag) und 4 (Nacht) sind Signalhorn
und Bremslicht ohne Strom. Bild 7. Kraftstoffhahn
schließen, d. h. nach vorn auf Stellung (1) schieben.
Bei niedrigen Außentemperaturen (im Winter) wird er erst während
der Fahrt, wenn der Motor willig Gas annimmt, vollkommen geschlossen. |
Bild 7. Starthebel
(1) Zu, (2) gezogen (Kaltstart) (3) Abblendschalter (4) Druckknopf für
Signalhorn (5) Druckknopf für Lichthupe
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Fahrlehrer beigebracht wurde, müssen beide Bewegungen aufeinander
abgestimmt werden: nicht ruckartig anfahren, daß Ihre MZ einen Satz nach vorn macht,
aber auch nicht den Motor 'abwürgen'. |
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in den zweiten Gang hochziehen, Kupplung schnell freigeben
und dabei wieder zügig Gas geben.
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3.3. ... bergaufnächster Punkt ; IndexSchafft der Motor eine Steigung nicht mehr im vierten Gang,
d. h. die Geschwindigkeit geht unter 60 km/h zurück, so muß
rechtzeitig auf den dritten Gang geschaltet werden: Die Pfeile mit den Zahlen zeigen die Schaltrichtung der einzelnen Gänge:
3.4. ... bergabnächster Punkt ; IndexVielleicht sind Sie der Meinung, daß das Bergabfahren
doch wirklich kein Kunststück sei. In Wirklichkeit ist aber eine
Kleinigkeit zu beachten: |
3.5. Anhalten und Parkennächster Punkt ; IndexAbbremsen, dabei den Drehgriff langsam schließen,
auskuppeln und dabei auf Leerlauf herunterschalten. Nicht den Motor 'abwürgen'!
4. Richtig einfahrennächster Punkt ; IndexTrotz Feinstbearbeitung, wie Läppen und Honen, haben die Lauf- und
Lagerflächen noch einen gewissen 'Rauhigkeitsgrad' und glätten sich erst gegenseitig im
Fahrbetrieb. Dieser Vorgang darf nicht gewaltsam beschleunigt werden, denn die
aufeinandergleitenden neuen Teile müssen sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen können.
Das trifft vor allem für Kolben und Zylinder zu; deren große Gleitflächen müssen mit
einem gleich mäßigen, nicht unterbrochenen Ölfilm überzogen sein. Ist irgendwo noch
eine kleine Druckstelle und Sie lassen dem Kolben keine Zeit, im guten mit dem Zylinder
auszukommen, dann 'frißt' er. Der metalltrennende Ölfilm wurde durch längere
Vollgasfahrt abgerissen. So häßlich wie das Wort 'fressen', ist auch der Schaden, den
Sie verursacht haben. Wenn der Motor festgegangen ist, ohne daß Sie rechtzeitig
auskuppelten, müssen Zylinder und Kolben abgebaut und letzterer mit feiner
Schlichtfeile oder Ölstein nachgearbeitet werden (auf keinen Fall dazu Schmirgelleinen
benutzen!).
Abschließend möchten wir noch vor übertriebener
Schonung und Vorsicht warnen: Wenn die Geschwindigkeiten innerhalb der
einzelnen Gänge nicht systematisch gesteigert wurden, ist der Motor
auch nach 5000 Fahrkilometern noch nicht eingefahren. 5. Wirtschaftlich fahrennächster Punkt ; IndexEin guter Fahrer wird auch immer wirtschaftlich fahren. Durch zügige,
der Verkehrslage entsprechende Fahrweise (ohne überhöhte Geschwindigkeit und den meist
damit verbundenen 'Notbremsungen') schont er die Reifen sowie die Kette, und - spart
Kraftstoff! Denn, Schnellfahren kostet Kraftstoff und damit Geld. Das ist nicht nur bei
MZ so, sondern bei anderen auch. Auch bei der Eisenbahn müssen Sie Schnellzugzuschlag
zahlen! 6. Wartungsdienstnächster Punkt ; IndexDas Bordwerkzeug ermöglicht es Ihnen, fast alle Wartungs- und
Pflegearbeiten selbst durchzuführen. |
6.1. Ölstand im Getriebe kontrollierennächster Punkt ; IndexVor Antritt einer größeren Fahrt, spätestens
aber nach jeweils 2500 km, ist der Ölstand im Getriebe zu überprüfen. Fahrzeug dort Öl auslaufen. Eventuell geringfügig
seitlich kippen, um festzustellen, wieviel Schmiermittel fehlt. Wenn erforderlich,
wird Getriebeöl nachgefüllt, bis es an der Kontrollbohrung herausläuft. 6.2. Getriebeschmiermittel wechselnnächster Punkt ; IndexNach den ersten 500 km und dann alle 20 000 km, muß das Getriebeschmiermittel erneuert werden. Dazu wird der Motor richtig warm gefahren, damit auch Abrieb und Ölschlamm mit ablaufen. Abgelassen wird bei der TS 250 nach dem Entfernen der Schraube rechts außen am Getriebegehäuse (1). Diese hat einen Magnetstopfen, um metallischen Abriebfesthalten zu können. Die mittlere Schraube (2) dient zur Schaltarretierung und darf nicht herrausgeschraubt werden. Bild 9 zeigt die Ablaßschraube bei der TS 125/150. Nachdem das Altöl abgelaufen ist, beide Ablaßschrauben wieder hineindrehen. Anschließend bei der TS 125 und der TS 150 je 450
ccm und bie der TS 250 750 ccm Getriebeöl einfüllen. Auf keine
Fall Graphit- oder MoS2-Zusätze, damit rutscht unweigerlich
die Kupplung! 6.3. Kupplung einstellennächster Punkt ; IndexDer Kupplungshebel muß am Seilzug ein Spiel von etwa 3 mm haben. Ist es weniger, kann die Kupplung rutschen, ist es mehr, hebt sie nicht voll aus. Nachgestellt wird mit der Schnellverstellung am Kupplungshebel. Benutzen sie die Kupplung nur nur dazu, wofür sie bestimmt ist- zum Schalten ! Bei einem längerem Halt z.B. vor Bahnschranken oder verkehrsampeln auf Leerlauf schalten. Auch nicht die letzen Meter eines steilen Berges mit schleifender Kupplung bewältigen- das Schalten geht ja so spielend leicht !
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6.4. Vergaser reinigen und einstellennächster Punkt ; IndexIm Vergaser wird ein Gemisch von Luft und Kraftstoff -
ein Kraftstoffnebel - aufbereitet. Nur wenn beides im richtigen Verhältnis
- 15 Teile Luft und 1 Teil Kraftstoff - miteinander vermischt wird, ist
die Vergasereinstellung in Ordnung, und nur damit kann der Motor die zugesicherte
Leistung abgeben. (1) Verschlußmutter
Start- und Hauptdüse sowie die Leerlaufluft-Stellschraube
herausgeschraubt. Die vom Sitz der Leerlauf-Kraftstoffdüse ausgehende
Leerlaufbohrung (sie mündet im Mischraum) blasen wir mit Druckluft
durch (die Luftpumpe tut's auch!). Den kalibrierten Bohrungen der Düsen
nicht mit einer Nadel oder Draht zu Leibe gehen - dann sind sie am längsten
Düsen gewesen -, sondern mit einer Borste aus Muttis Handfeger durchstoßen.
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Bei der Einstellung der Teillastnadel bzw. Bezeichnung der
Nadelstellung ist zu beachten, daß die Raste zählt, die in die untere Seheibe
des Nadelhalters einrastet. |
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Geht es um knappe Einstellung über den ganzen Drehzahlbereich, bekommt
vermutlich der Motor irgendwo (Ansaugstutzen, Ansaugrohr, Filterkasten) 'Nebenluft',
siehe Abschnitt 6.5. |
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Stellschraube für Gasbowdenzug hineindrehen, bis die
Standgas-Drehzahl wieder normal ist.
6.5. Luftfilter und Ansauggeräuschdämpfernächster Punkt ; IndexDer Motor verbraucht zur Verbrennung erhebliche Mengen
Luft. Da diese leider nicht staubfrei ist, muß sie in der Filteranlage
gereinigt werden. Je nach dem Zustand der befahrenen Straßen ist
das Trockenluftfilter nach 4000 ... 5000 km zu reinigen. Der Filterpapiereinsatz
darf weder ausgewaschen noch eingeölt, sondern nur vorsichtig ausgeklopft
werden! Nach etwa 10000 km ist das Filter zu erneuern. ergibt sich eine Abmagerung der Vergasereistellung |
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Der Gummistopfen (1) darf bei einer Reinigung der Anlage nicht entfernt werden, sonst bekommt hier der Motor ungefilterte Luft. Zusätzlich ergibt sich eine bedenkliche Abmagerung der Vergasereinstellung. 6.6. Kraftstoffhahn und dessen Filternächster Punkt ; IndexGarantiert sauberes Benzin gibt's nur in der Apotheke! Deshalb
hat der Kraftstoffhahn Ihrer TS gleich zwei Filter. Ein Siebfilter
vor dem Einlauf (siehe Bild 6), das zweite vor dem Auslauf,
in der Filterkappe. Das untere Filter kann leicht gesäubert werden:
Kappe abschrauben, Filter abschrauben, in Benzin auswaschen und wieder
montieren. 6.7. Elektrisches Leitungsnetz überwachennächster Punkt ; IndexWährend der regelmäßigen Reinigung des Fahrzeugs werden alle Leitungen
auf eventuelle Scheuerstellen überprüft. Ist die Isolierung beschädigt, so muß sie mit
Isolierband umwickelt werden. Eine Rolle Isolierband ist - in einem Plastikbeutel
verpackt - vorn im Scheinwerfergehäuse unterzubringen. |
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Damit im Zusammenhang ist der Reglerwiderstand (2) zu kontrollieren. Wenn der Isolierlack dieser Spule verschmort ist, dann umgehend einen Elektrodienst aufsuchen, bevor die Lichtmaschine oder der Regler zerstört werden. Bild 24. Lichtmaschine
6.8. Lichtmaschine und Unterbrechernächster Punkt ; IndexDie Lichtmaschine braucht wenig Pflege, nur der Schmierfilz (1) des
Unterbrechers erhält alle 2000 bis 3000km 2...3 Tropfen Hypoid- oder B-2-Öl (Hypoidöl
ist zähflüssiges Getriebeöl mit SAE 90!). Nur die höchste Stelle des Nockens darf den
Schmierfilz leicht streifen, sonst wird das Schmiermittel herausgepumpt. |
Bild 25. Kontrolle und Nachstellen des Unterbrecherabstandes
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Stellen Sie größere Krater fest, dann beide Teile auswechseln. Starkes
'Kontaktfeuer' deutet auf nicht plan aufliegende Kontakte (Kontaktwinkel nachbiegen)
oder auf defekten Kondensator hin. Vielleicht hat dieser auch nur schlechten
Masseschluß. Das starke Kontaktfeuer verursacht abnormalen Abbrand und schwächt den
Zündfunken! ![]() 6.9. Regler, Zündspule und Sicherungsdosenächster Punkt ; IndexUm Regler und Zündspule brauchen Sie sich nicht viel zu kümmern, nur
alle 5000 km die Kabelstecker auf festen Sitz überprüfen. 6.10. Batterie füllen und pflegennächster Punkt ; IndexWenn Sie den Schlüssel ins Zündschloß stecken
und die Ladekontrolle glimmt nur, das Horn gibt nur noch ein heiseres
Krächzen von sich, dann ist die Batterie leer. Leer in zweifacher
Hinsicht - kein Strom - keine Säure, die Platten stehen, wenigstens
teilweise, trocken. Zwar kann das Fahrzeug auf Zündschloßstellung
5 im zweiten Gang angeschoben werden, für die Zukunft ist aber regelmäßige
Batteriepflege besser als Optimismus! |
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chung zu schützen. Behandlungsvorschrift genauestens einhalten. 6.11. Biluxlampe wechselnnächster Punkt ; IndexZum Auswechseln der Biluxlampe wird ddie Klemmschraube
sn der Unteseite der vechromten Scheinwerferblende gelockert und die Blende
samt Reflektor abgenommen. Durch Aushängen der Haltefeder wird der
Lampensockel mit Biluxlampe frei. Damit die Lampe nicht seitenverkehrt
eingesetzt werden kann sind die Laschen des Lampensockels und die Aussparungen
verschieden breit. |
6.12. Abblendlicht einstellennächster Punkt ; IndexUm nicht andere Verkehrsteilnehmer zu blenden, muß das Abblendlicht
sorgfältig eingestellt werden. 6.13. Äußerst wichtig: das Kerzengesicht!nächster Punkt ; IndexDie Zündkerze ist starken thermischen Beanspruchungen ausgesetzt. Zuerst bei der Verbrennung über 2000 °C, dann die kühlen Frischgase, zugleich der Verbrennungs- |
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druck von über 30 at - und das alles in einer Minute
bis zu 5000 mal und mehr! Am Zündkerzengesicht ist mit ziemlicher Sicherheit
zu erkennen, ob der Motor einwandfrei arbeitet oder nicht. Entsprechend
der Fahrweise kann das Kerzeninnere - der Kerzenstein - von weiß
(Vollgasfahrt) bis sandfarbig (Bummel- oder Stadtfahrt) aussehen. |
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Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß andere Ursachen vorliegen,
z. B. Siebfilter am Kraftstoffhahn verschmutzt oder Luftloch im Tankdeckel verstopft,
falsche Zündeinstellung usw. Auf alle Fälle muß schleunigst Abhilfe geschaffen werden,
bevor ernste Schäden, z. B. Kolbenklemmer, entstehen. Ein zu dunkles Kerzengesicht
bedeutet, daß der Motor zu viel Kraftstoff bekommt - die Teillastnadel muß eine Raste
tiefer gehängt werden. Diese Erscheinung ist zwar nicht so gefährlich, wie eine zu
knappe Einstellung, trotzdem muß korrigiert werden. Andernfalls ist nach kurzer Zeit
der Schalldämpfer verstopft - die zugesicherte Motorleistung ist mit der zu reichlichen
Einstellung ebenfalls nicht zu erreichen! 6.14. Kettenschmierung, Durchhang überprüfen, Kette wechselnnächster Punkt ; IndexDie Kette ist bezug auf Wartung - durch die staubdichten
Kettenschutzschläuche - ziemlich anspruchslos. Damit die Kette reibungslos
im Führungsprofil gleitet (und der Schutzschlauch nicht durchgescheuert
wird), erhält sie nach jeweils 1000 km - nach Zurückschieben
des Kettenschlauches an der hinteren Kettenabdeckung - durch diesen Spalt
etwa 20...30 Tropfen Getriebeöl GL 60. Dabei ist das Hinterrad langsam
durchzudrehen. |
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drückt (nicht verbiegen!) und ein Ende der Kette vom
Schloß abgezogen. Eine alte, aber saubere Kette wird vorschriftsmäßig
angehängt - also auch die Verschlußfeder darauf - und die Originalkette
herausgezogen.
Sehen Sie lieber zweimal hin, um vollkommen sicher zu sein! 6.15. Laufräder fluchtennächster Punkt ; IndexJedes Motorrad reagiert stark auf Nicht-Fluchten der Laufräder.
Steht das Hinterrad schief, so kommt auch die TS ins Schwimmen. Bei schmieriger
Straße kann daraus eine 'Bauchlandung' werden. 6.16. Bremsen nachstellennächster Punkt ; IndexJedes Fahrzeug ist nur so gut, wie seine Bremsen sind.
Nun - auf die Bremsen Ihrer TS können Sie sich verlassen! Voraussetzung
ist aber, daß die Bremsen auch richtig eingestellt sind. |
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bewältigt oder bei unerwartet auftauchenden Hindernissen schnell
reagiert werden! 6.17. Federbeine und Teleskopgabelnächster Punkt ; IndexBei den Federbeinen muß sich die Wartung auf das
Sauberhalten beschränken. Kolben- und Bodenventil werden in Spezialprüfgeräten
auf den erforderlichen Dämpfungswert eingestellt. Unkontrollierbares
Nachstellen von Hand bringt kaum Erfolg. Bitte beachten: Die Verschlußschrauben sind
in jedem Fall mit einem elastischen Dichtmittel einzuschrauben. 6.18. Bremslichtkontakt nachstellennächster Punkt ; IndexWurde die Einstellung der Hinterradbremse verändert,
so muß auch der Bremslichtkontakt nachgestellt werden. |
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Helfer drückt den Fußbremshebel so weit nieder, bis beim Durchdrehen
des Hinterrades die Bremsbacken eben zu schleifen beginnen. |
6.19. Der richtige Reifenluftdrucknächster Punkt ; IndexWenn Sie Ihren Reifen ein langes Leben wünschen, dann
halten Sie sich bitte genau an unsere Angaben über den Reifenluftdruck: TS 125 / TS 150
TS 250
Wir sagten schon weiter vorn, die Schuhspitze ist kein Meßinstrument.
Kaufen Sie sich einen Luftdruckprüfer, damit wirklich nichts schiefgeht. Der richtige
Reifenluftdruck ist nicht nur für die Lebensdauer wichtig, sondern auch die gute
Straßenlage hängt davon ab; schon 0,2 at Überdruck mehr oder weniger machen sich
bemerkbar. Geprüft wird vor der Fahrt, denn während der Fahrt erhöht sich der Druck im
erwärmten Reifen, bedingt durch forsche Fahrweise oder Belastung. Berücksichtigen Sie
das bei einer Pause unterwegs und lassen Sie keinesfalls Luft ab! 6.20. Reifenmontagenächster Punkt ; IndexIst es aber tatsächlich ein 'Plattfuß', dann
ist das nicht so schlimm. Durch die Steckachsen ist der Radausbau kinderleicht. |
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Hinterrad TS 125 und TS 150 |
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vom Felgenrand absteht, damit dieser einwandfrei rundläuft
(Straßenlage!). 6.21. Vorderrad auswuchtennächster Punkt ; Index 7. MZ-Kosmetiknächster Punkt ; IndexZur schönen Frau gehört das 'Make up' - genauso
liebevoll wie Ihre Gattin oder Braut im Schönheitssalon behandelt
wird, will auch Ihre TS behandelt werden, um lange schön zu bleiben! 8. 'Einmotten'nächster Punkt ; IndexMüssen oder wollen Sie Ihr Fahrzeug längere Zeit außer Betrieb setzen, so machen Sie bitte folgendes:
9. Eine Panne - was nun?9.1. Zuerst: das Kerzengesicht!nächster Punkt ; IndexBeibt Ihre TS einmal ohne ersichtlichen Grund stehen oder
springt nicht an, dann zuerst die Zündkerze überprüfen,
ob die Panne eventuell durch Kraftstoffmangel oder Kraftstoffüberschuß
verursacht wurde. 9.2. Motor springt nicht an (Zündung ist eingeschaltet)nächster Punkt ; IndexStartvergaserhebel gezogen, der kalte Motor springt aber nicht an:
Die Zündung ist eingeschaltet, aber die rote Kontrollampe leuchtet nicht auf:
Rote Kontrollampe leuchtet auf, der Vergaser ist sauber, der Motor tut es aber trotzdem nicht:
Zu a): Kerze mit Metallkörper an eine blanke Stelle des Motors legen
(aber nicht ausgerechnet an den Vergaser!), die Zündung einschalten und durchtreten.
An den Elektroden muß ein kräftiger Funke überspringen. Wenn nicht, dann Reservekerze
rein, die gehört in den Werkzeugbehälter! 9.3. Rote Kontrollampe geht bei höherer Drehzahl nicht ausnächster Punkt ; Index
9.4. Motor läuft unrundnächster Punkt ; Index
9.5. Motor 'nimmt kein Gas an'nächster Punkt ; Index
9.6. Kraftstoffverbrauch zu hochnächster Punkt ; IndexBevor Sie jemanden mit Ihrem vermeintlichen 'hohen Verbrauch' den Nerv
töten, machen Sie erst eine Fahrt zum Vergasereinstelldienst, dort kann ein
einwandfreier Wert ermittelt werden.
Können Sie nichts feststellen, dann fahren Sie zum Vergasereinstelldienst. Das richtige Vergasereinstellen ist, nebenbei bemerkt, eine kleine Wissenschaft für sich! 9.7. Batterie hält keinen Stromnächster Punkt ; Index
9.8. Glühlampen brennen nichtnächster Punkt ; Index
Sonderzubehörnächster Punkt ; IndexZum nachträglichen Anbau kann folgendes Sonderzubehör über unsere MZ-Vertragswerkstätten vom MZ-Ersatzteilvertrieb Gornau bezogen werden:
Ersatzteilbeschaffungnächster Punkt ; IndexBrauchen Sie für Ihre TS einmal ein Ersatzteil, so
wenden Sie sich bitte an den nächsten MZ-Dienst oder an eine MZ-Spezialverkaufsstelle.
Wir können Sie nicht direkt beliefern! Kundendienstnächster Punkt ; IndexUnsere MZ-Dienste sind verpflichtet, Sie in allen technischen Fragen zu beraten. Wenn Sie einmal den VEB Motorradwerk Zschopau anschreiben, weil Sie der Ansicht sind, daß Sie vom MZ-Dienst nicht zufriedenstellend aufgeklärt oder bedient wurden, dann ist das Schreiben nur an die Abteilung 'Kundendienst' zu richten. Bei technischen Anfragen bitte die Fahrgestell- und Motornummer nicht vergessen. Handelt es sich dabei um Leistung und Verbrauch, so müssen wir auch etwas über die Vergasereinstellung, das Fahrverhalten und das Kerzengesicht wissen, damit Ihnen unsere 'Kundendiener' auch wirklich helfen können! Schmierplan für TS 125 / TS 150 (Bilder 44 und 45)nächster Punkt ; Index
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| Nr. | Schmierstelle | Anzahl | Schmiermittel |
| 1 | Schwingenbolzen, hinten (entfällt bei Gummilagerung) | 1 | Getriebeöl GL 60 |
| 2 | Hinterer Bremsschlüssel | 1 | Getriebeöl GL 60 |
| Abschmieren mit Ölkanne | |||
| 3 | Tachoantrieb | 1 | dauergeschmiert mit Wälzlagerfett |
| 4 | Handbremsbowdenzug | Getriebeöl GL 60 | |
| 5 | Kupplungsbowdenzug | Getriebeöl GL 60 | |
| 6 | Gasbowdenzug | Getriebeöl GL 60 | |
| 7 | Bowdenzug für Starthebel | Getriebeöl GL 60 | |
| 8 | Kette | Getriebeöl GL 60 oder Ceritol | |
| Abschmieren mit Fett | |||
| 9 | Drehgriff | Wälzlagerfett Ceritol | |
| 10 | Bremsschlüssel vorn | Wälzlagerfett Ceritol | |
| Ölwechsel | |||
| 12 | Getriebefüllschraube | 750 cm3 Getriebeöl GL 60 | |
| 11 | Filzwischer am Unterbrechernocken | Hypoidöl |
WartungsplanIndex |
| vor jeder Fahrt | 500 km | 1000 km | 2500 km | 5000 km | 10000 km | |||
| Motor und Getriebe | ||||||||
| Kupplungsspiel überprüfen, evtl. nachstellen (Spiel am Handhebel 3...4 mm) | ||||||||
| Kupplungsschnecke schmieren | ||||||||
| Getriebeölstand kontrollieren (Öl muß aus der Kontrollschraube ausfließen) | ||||||||
| Getriebeöl wechseln (Öl ablassen, durchspülen mit Spülöl,Getriebeöl GL 60 einfüllen) | jeder weitere Ölwechsel nach 20000 km | |||||||
| Vergaser (reinigen, Verschraubungen und Nadeldüse nachziehen, Dichtungen und Teillastnadel überprüfen) | ||||||||
| Kraftstoffhahn (ausbauen, zerlegen, reinigen und montieren) | ||||||||
| Trockenfilter (nur ausklopfen), nach 15000 km Papiereinsatz erneuern | ||||||||
| Sämtliche Motorschrauben auf festen Sitz überprüfen | ||||||||
| Zünd- und Lichtanlage | ||||||||
| Zündkerze überprüfen (reinigen und Elektrodenabstand von 0,6 mm herstellen) | ||||||||
| Zündkerze erneuern (Isolator M 14/260) | ||||||||
| Unterbrecher (Kontaktabstand 0,3 mm) Schmirfilz mit 2...3 Tropfen Hypoid-Öl tränken | ||||||||
| Batterie (Elektrolytmenge überprüfen - 10 mm über den Platten, evtl. äußere Reinigung mit warmen Wasser, Anschlüsse fetten) | ||||||||
| Beleuchtung, Signalhorn und Bremslichtschalter (überprüfen, nachregulieren) | ||||||||
| Kabelanschlüsse und Sicherung überprüfen (Bruchstellen! Geflickte Sicherung ist unzulässig) | ||||||||
| Lichtmaschine überprüfen (neue Schleifkohlen, Regler nachregulieren) | ||||||||
| Fahrgestell | ||||||||
| Lenkungslager (evtl. Spiel durch Nachstellen beseitigen) | ||||||||
| Kettenspannung (Durchhang kontrollieren, richtigen Durchhang durch Nachstellen herstellen) | ||||||||
| Bremsen überprüfen und bei Bedarf nachstellen. Vor jeder Fahrt ist eine Bremsprobe vorzunehmen | ||||||||
| Reifenluftdruck |
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| Sämtliche Schrauben des Fahrgestells und beide Steckachsen auf festen Sitz überprüfen | ||||||||
| Schmierstellen des Fahrgestells | ||||||||
| Vorderschwinge | Getriebeöl GL60 | durchschmieren | ||||||
| Hinterschwinge | Getriebeöl GL60 | durchschmieren | ||||||
| Bremsschlüssel vorn und Hinten | Wälzlagerfett | ausbauen, reinigen und fetten | ||||||
| Tachometerantrieb | Wälzlagerfett | 4...6 Stöße mit der Fettpresse | ||||||
| Handhebel | Getriebeöl GL60 | 1...2 Tropfen mit der Ölkanne | ||||||
| Antriebskette (Getr.-Hinterrad) | Getriebeöl GL60 | Unteren Kettenschutzschlauch zurückziehen, zum Ölen Hinterrad drehen | ||||||
| Bowdenzüge | Getriebeöl GL60 | Bowdenzüge aushängen und durchölen | ||||||
| Tachometerwelle | Getriebeöl GL60 | aushängen und durchölen | ||||||
| Lenkungslager | Wälzlagerfett | ausbauen, reinigen und mit frischem Fett versehen | ||||||
| Radlager vorn und hinten | Wälzlagerfett | reinigen und mit frischem Fett versehen | ||||||
| Gasdrehgriffschieber | Wälzlagerfett | ausbauen und mit frischem Fett versehen | ||||||
| Antriebskette (Getr.-Hinterrad) | Kette abnehmen, auswaschen, auf Verschleiß überprüfen | |||||||

(1) Klemmschellen

(1) Leitungsverbinder
(2) Kabelband
Bitte beachten: Die Kennfarben der Kabel vor dem Leitungsverbinder müssen
mit den Farben hinter dem Leitungsverbinder übereinstimmen !
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