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Der Neubeginn in Zschopau




Die Kriegsproduktion für die Wehrmacht führte 1945 gemäß des Potsdamer Abkommens auch im Zschopauer DKW- Werk zur Einstellung jeglicher Fahrzeugproduktion. Dies führte zur Einstellung des Motorradbaues in der zeitweise größten Motorradfabrik der Erde. Im Zuge der Reparationsleistungen wurden die Produktionsmittel demontiert. Erst 1950 gelang es, in dem nun mehr staatlichen Betrieb, wieder schrittweise mit der Motorradproduktion. Damit wurde begonnen, den traditionellen Motorradbau wieder anzukurbeln. Schon in den Jahren 1947 gab e konkrete Vorstellungen, wie ein Motorrad aussehen mußte, daß den von den Alliierten gesetzten Grenzen ( 60 cm³ ) entsprach. Es wurden einige Prototypen gebaut, mit 3 PS Leistung, Zweitakt - Ladepumpenmotor, Kardanwellenantrieb. Einige dieser Prototypen wurden auf der Messe in Leipzig 1948 gezeigt. Die spätere Aufhebung der Hubraumbegrenzung führte zum Scheitern dieser Entwicklungsreihe. Nun begann man, auf der Basis der DKW RT 125 ( Reichstyp 125 cm³, 1939 ) ein weiterentwickeltes Motorrad zu entwickeln. Besondere Merkmale hierbei waren die Teleskopgabel und die Hinterradfederung. Erste Prototypen konnten 1949 fertiggestellt werden. Im Jahre 1950 konnte der traditionelle Motorradbau in Zschopau mit der IFA RT 125 wieder aufgenommen werden. Mit ihr begann der Aufschwung in der Motorradfertigung in der DDR. Allerdings sollte man nicht ausser Acht lassen, daß die Fertigung ohne ausreichende Tests begann, und deswegen wenig später einige Mängel sichtbar wurden. Die BK 350 ( Boxer- Kardan ), welche seit 1953 in Serie produziert wurde, ist ein gutes Beispiel für die hervorragende Entwicklungsarbeit, die während der ganzen Zeit in Zschopau geleistet wurde. Als Beispiel dafür wurde in Richtung Wankelmotor und anderen zeittypischen Strebungen geforscht. Und damit war der Neubeginn perfekt.


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