RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

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Reichstyp125
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RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon Reichstyp125 » Sa 24. Okt 2009 14:10

Hallo Gemeinde!

Ich habe 2 Sprünge vorwärts in die Vergangenheit gemacht:

Ich bin nach über 20 Jahren Exil wieder im Osten angekommen und ich habe mir hier ein Wunsch erfüllt: ein Sattel-Mopped. Eine AWO wurde mir mal in den 90ern im Westen (Hagen) geklaut - die Reste habe ich dann entsorgt und heute reicht mein HARTZ IV Budget nicht ganz aus, um mir eine andere wieder zuzulegen. Nun ist es eine RT125/3, die ich von einem Kumpel günstig bekommen habe und innerhalb einer Woche hatte ich sie fahrbereit und angemeldet.

Jetzt ist sie allerdingst "Stückwerk" was mich eigentlich nicht stört: die Farbe paßt perfekt und sie sieht unrestauriert fast aus, als hätte sie die Ostfront gesehen *g

Nun ist aber da ein ES 150er Motor drin mit Nr. 6104650, also noch 1:33 Schmierung. das original Kettenritzel war noch dran, also ein 16er. Da wohl nun noch das alte Kettenrad hinten drin ist (hab nicht nachgesehen), konnte man gerade so die ersten 2 Gänge benutzen, dann war ich bei 80, die anderen 2 wurden nicht mehr angenommen.

Nun habe ich ein 14er reingebaut und es geht gerade so: der 4. Gang wird eben noch auf gerader Strecke angenommen, aber nur teilweise. Mit dem 3. Gang bin ich schon zwischen 75 und 80. Der vierte nuckelt so vor sich hin.

Frage: ein 13er Ritzel ist ja noch zu bekommen, bringt das was? Denn ich hatte gedacht, wenn ich von 16 auf 14 Zähne wechsel, wäre das ein "größerer Erfolg".

Ist da noch ein (erheblicher) Unterschied bei der Primärübersetzung? Denn das hintere Ritzel der RT ist doch original größer (40) als bei der ES (37), dann wäre doch eine Verkleinerung vorn von vornherein mit meinem jetzt 14er drinnen mehr Kraft verbunden!(?). Ich gehe von einer Übersetzung der RT von 40:15 und bei der ES125 von 37:16 aus. Jetzt hab ich also hinten das 40er (ohne nachgesehen zu haben) und vorn 14er. Doch das anfahren geht nur mit viel Gas, würde ich normal wie bei meriner ES125 (mit 150er Motor) anfahren, ginge die RT aus.

Sollte ich da noch etwas anderes ändern? Oder reicht es, nur noch ein 13er Ritzel zu verbauen? Denn der Vergaser ist der RT mäßige, Kolben + Zyl. wie gesagt von einer 150er und der Ansaugstutzen von winer 125er (steht "125 mm" drauf).
Ist die Vergaser-Zylinderkombination vielleicht etwas spritsparender?

- Es ist noch eine alte 240er Isolator mit glatter Keramik verbaut
- aus der Kickstarterwelle sabbert es noch, da werde ich wohl wie bei meiner ES eine Wasserhahndichtung rein bauen, womit ich gute Erfolge erzielt habe

- Mit der linken Fußraste habe ich noch erhebliche Probleme, die lockert sich dauernd, dadurch verdreht sich die Ständerfederhalterung und die Feder geht auseinander. Vielleicht ist die Fußraste auch krumm und jedesmal beim Aufbocken wird sie gewaltsam verdreht (meine Annahme). Ich will die Schraube auch nicht abreißen, denn der Schraubenkopf ist motorseitig und denn will ich nicht ausbauen müssen um die Schraube raus zu ziehen.

Noch eine Frage hätte ich bezüglich Krümmer/Auspuff: der RT Auspuff mit Festgewinde statt Schelle paßt wohl nicht recht zum Winkel der ES 50er Auslaßöffnung? Ich habe schon ein Dichtring hinter dem Krümmer-Börtelrand und eind davor, aber ich habe Angst, wenn ich den zu straff anziehe, daß mir dann der Krümmerrand reißt (Dieses "Schreckensszenario" kenn ich noch von früher). Sind die Winkel der Krümmer von ES und RT gleich? Oder versuch ich da gerade ein RT Krümmer samt Auspuß auf einen ES Zylinder zu pressen, was nie dicht wird?


Viele Grüße
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Re: RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon bluelagune » Di 27. Okt 2009 22:14

Hallo,

schönes Mopped :D
Ich würde mal Zündungsseitig schauen, das ist meist der Hauptgrund für mangelnde Leistung.

Gruß

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Reichstyp125
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Re: RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon Reichstyp125 » Mi 28. Okt 2009 01:33

Hi,

Danke für den Tipp. Die Zündung ist korintenkackermäßig auf 2,75 mm v.OT. Das paßt.

Ich glaube, ich bin nun einen Schritt weiter auf dem Weg zur Lösung des Problems: Wie man auf den Bildern sieht, ist da der RT Vergaser dran. Ich habe heute probeweise mal von meiner ES den Vergaster darangeschraubt ein 24/2-1 und provisorisch den Es_Ansauggummi drauf mit Tuch als Filter. Es ging schon etwas besser. als ich dann unterwegs während der Fahrt den Gummi ganz abgemacht habe, ging sie richtig ab. So wie ich es von der 150er ES gewohnt bin.

Nun habe ich einen älteren 14/1-1 Vergaser drangebaut und einen anderen Luftfilter vom Durchmesser der des AWO Luftfilters, aber ohne Abdeckung, d.h. die Lamellen, die man zumachen kann zur Starthilfe. Dür den Choke habe ich noch keine Lösung, da ich kein Loch in den Lenker bohren will, hab ich einen Hebel von ner TS erstmal an die Sozius-Sattelschraube geschraubt.

Erstmal ne Testfahrt machen ob man es so lassen kann. Ich habe übrigens jetzt meinen ersten Tank leergefahren und mit dem RT Vergaser 7,5l/100 Km verbraucht. Wo der Sprit hin ist, ist mir ein Rätsel, Der auspuff sabbert nicht, und sonst ist auch alles dicht. Vielleicht lags daran, daß der Motor zu wenig Luft bekam (?).

Noch ein kleines Problem ist auchgetaucht: Da es aus der Kickstasterwelle etwas Öl kan, hab ich mal den Deckel entfernnt und wollte den Innenring im Deckel wechseln. Zu meiner Überraschung war da gar keiner drin, nicht einmal eine Nut, wo ein Ring reinkönnte. Wie soll das denn abdichten? Einfach nur den Deckel auf die Kickstarterwelle stecken, das leuchtet mir nicht ein. Nun habe ich mal so einen Gummiring auf die Welle gesteckt, in der Hoffnung, der Ring wird zwischen Deckel und Motor beim anziehen zusammen gequetscht und es dichtet etwas ab. Der einzige Effekt bisher ist, daß der Kickstarter nicht mehr richtig hoch kommt. War bei meiner ES auch so, nur die hat im Deckel die Nut für den Ring, und das hat sich dann mit der Zeit gegeben, nun kommt er dort allein wieder hoch.
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Re: RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon bluelagune » Mi 28. Okt 2009 18:51

Hallo,

ich würd die Zündung noch etwas früher einstellen, das bringt gleich ziemlich viel Leistung. So ca auf 4-4,5 mm vor OT. Die
7,5 Liter sind schon viel, aber wenn der Motor zu fett läuft und man ständig Vollgas fahren muss, kann ich mir das schon vorstellen.

Ist da nicht auf der Kickstarterwelle so eine Metallscheibe, die abdichtet?

Gruß

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Re: RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon Reichstyp125 » Mi 28. Okt 2009 21:36

HAllo,

ich hab das mit der Zündung noch nicht ausprobiert. Aber: das ist ein ES Motor (angegeben 3 mm v.OT) kein RT Motor (4mm v OT) Dennoch 4mm einstellen? Läuft der dann noch? Ich hatte schonmal bei meiner ES das Problem, daß die von 10x antreten 4x rückwärts lief. Das nervt dann auch. Die hat sogar einmal während des Betriebes auf rückwärts umgestellt, da war das Standgas zieml. niedrich und die stotterte kurz und als ich los wollte, gings rückwärts.

Die Metallscheibe am Ende der Welle war drin, aber die habe ich beim ES / TS Motor auch, trotz des Gummiringes. Seltsam. Aber das Sabbern hält sich in Grenzen und der Kickstarter kommt gelegentlich auch zu 3/4 wieder hoch. Dazu muß sie natürlich sehr gut anspringen, sonst wird das Ingangsetzen etwas umständlich.

Viele Grüße
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Re: RT/3 150ccm Neuerwerb Kraftprobleme

Beitragvon Reichstyp125 » Do 29. Okt 2009 16:26

Hi,

vielen Dank für die Info. Ich habe jetzt nen 24/1-1 Vergaser dran allerdings mit einem "exot." Luftfilter, wg. des Durchmessers. Sieht aus die der von der AWO nur ganz offen. Da ich keinen ES Auspuß habe, muß es erstmal so gehen, aber wenn mal einer greifbar ist, kommt der dann dran.
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