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PAV 40 Bediennungsanleitung



Jawa mit PAV40

Der Anhängewagen für Motorräder
PAV40

Will man mit einem Einspurfahrzeug bequem und sicher in die Natur hinaus fahren, dann ist für die Verstauung der Camping-Ausrüstung ein Anhänger erforderlich, da sonst Fahrer und Sozius derart bepackt sind, dass die Fahrt für sie alles andere als komfortabel ist. Darin werden die meisten Motorradfahrer gewiss mit uns übereinstimmen, denn im heissen Sommer mit Gepäck überlastet zu sein, ist nichts Angenehmes. Ebensowenig kann man bei Ferienreisen, wo häufig von früh bis Abend gefahren wird, das ganze Gepäck auf dem Rücken tragen, oder das Motorrad damit behängen.
Alle diese Probleme löst der Anhänger PAV 40, dessen Serienerzeugung Im Vorjahr erfolgreich aufgenommen wurde. Der Anhänger ist für Motorrad- und Motorrollerbesitzer bestimmt und ermöglicht durch Ausführung, Abmessungen und Gewicht gefahrlose, angenehme Weekend- und Urlaubsfahrten. Sein Anschluss an das Motorrod ist leicht, seine Bedienung und Instandhaltung einfach.
Die Anhänge Vorrichtung ist aus nahtlosen Stahlrohren hoher Güte geschweisst und am Motorrad sowohl unter den Schrauben der Soziusfussrosten als auch durch Zapfen die zusammen mit dem Wagen geliefert worden in den oberen Ösen der hinteren Teleskope (Abb. 1) befestigt. An der Anhängevorrichtung ist die elektrische Leitung samt Steckdose befestigt, in die der Verbindungsstecker der Wagenschlussleuchte gesteckt wird. Die Verbindung des Wagens mit dem Motorrad bzw. Motorroller erfolgt durch einen herausschiebbaren Drehzapfen.

Cezeta mit PAV40

(Abb. 2) Der Kuppelvorgang ist einfach und besteht aus dem Einstecken und Sichern des Zapfens und dem Anschluss des Verbindungssteckers der Schlussleuchte. An der Anhängevorrichtung ist ein Gummischutz angehängt, der den Wagen vor abspritzendem Kot schützt. Die Kennummernbeleuchtung und die Bremsleuchte sind an das Klemmenbrett unter dem Motorradsitz angeschlossen. Die Kabelenden sind bezeichnet, so dass sie nicht verwechselt werden können. Nach dem Anschluss muss die richtige Funktion des Wagenschlusslichtes überprüft werden. Steckdose und Stecker sind ebenfalls bezeichnet, so dass beim Ankuppeln des Wagens der richtige Anschluss der elektrischen Installation gewährleistet ist.
Die Vorteile des neuen Camping Wagens können auch die Besitzer des Motorrollers Cezeta ausnützen. Der Wagen sieht hinter dem Motorroller sogar noch hübscher aus, weil er die Karosserie-Form des Motorrollers zweckmässig ergänzt. Der Anschluss (Abb. 3) ist mit einer einfachen reich dimensionierten Anhängevorrichtung durchgeführt, die über der Schlussleuchte des Motorrollers angeschraubt ist. Sie ist aus einem

Rahmen des PAV40
Abb. 4

Schutzbogen angeschweisst, der die Wagenseiten vor Beschädigung bei Havarien schützt. Die Bogenenden sind mit Rückstrahlern versehen. Die Rahmenkonstruktion ist einfach ausgeführt und entsprach bei den Belastungsproben in Bezug auf ihre Gesamtfestigkeit und Starrheit vollauf.
Die Federung des Wagens sichern zwei Teleskopdämpfer. Das Rad ist auf einer Schwinge befestigt (Abb. 5). Die Teleskophülsen 1 sind an beiden Selten des Zentralrohres 2 angeschweisst und um 22° in der Achse geneigt. Die Schwinge 3 schwingt um das Auge 4, das mit dem Ende des Zentralrohres verschweisst ist. Die in den Stossdämpfern angeordneten Federn wurden gründlich erprobt, und Federung wie Fahrt sind angenehm.
Die Wagenkarosserie ist aus Tiefziehblech gepreßt, punktgeschweisst und reichlich mit zweckmässigen Einpressungen versteift. Die elegante Form und die Möglichkeit, eine beachtliche Last zu verstauen, sind die Hauptvorzüge des Wagens PAV 40. Besondere Sorgfalt wurde der Oberflächenbeschaffenheit gewidmet! Durch die Verwendung von Einbrennlacken ist lange Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit der Oberfläche gegen Witterungsunbilden gewährleistet. Darüber hinaus wurde die Verläßlichkeit des Wagen auf Fahrten In der CSSR und im Ausland (Motor Revue 5/1965) gründlich überprüft. Überall war er Mittelpunkt des Interesses und Gegenstand allgemeiner Bewunderung der motorisierten Öffentlichkeit. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das Fahrverhalten sowohl im Stadtverkehr als auch auf Gebirgsstraßen kontrolliert. Die Fahreigenschaften erlaubten sicheres Lenken und gute Manövrierfähigkeit selbst auf nassem Stadtasphalt

Technische Angaben des Wagens PAV 40:

Eigengewicht 20 kg
Zulässige Belastung 30 kg
Zulässige Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Laderaum 103,6 dm³
Radabmessungen 260X85
Reifendruck 1.0— 1,2 atp
max. Breite 620 mm
max. Höhe 600 mm
Abstand der Radachse des Anhängers von der Achse des hinteren Rades der Maschine 1350 mm


Abb 5

PAV 40 mit Haltevorrichtung

Abb. 1
3,5 mm dicken Blech verfertigt und der Karosserieform angepasst. Von unten ist eine Ankerplatte (Abb. 4) eingelegt, die hinreichend die Tragpartie der Karosserie versteift. Das Ganze wird mit 4 Schrauben M 6 zusammengezogen. Auch hier ist die Steckdose der elektrischen Beleuchtung an der Versteifung der Anhängevorrichtung befestigt. Für die Montage der Anhängevorrichtung müssen in die Karosserie 4 Löcher 6,1 mm gebohrt werden. Die Montage können die Besitzer nach der genauen Beschreibung in der Bedienungsanleitung selbst durchführen. Das Anschlusskabel für die Wagenschlussleuchte wird aus der Schlussleuchte des Motorrollers herausgeführt wo in der linken unteren Ecke (in Fahrtrichtung gesehen) für beide Kabel mit Kunststoffhülle ein Durchgangsloch ausgefeilt wird.
Die Fahrt mit leerem Wagen bereitet keine Schwierigkeiten, da man ihn hinter dem Motorrad bzw. dem Motorroller beim Lenken gar nicht spürt. Die Gepäckstücke müssen gleichmässig über den ganzen Boden verteilt und schwerere Gegenstände möglichst tief und über der Längsachse des Wagens konzentriert werden. Die Lasten müssen zweckmässig befestigt werden, um seitliches Verrutschen zu verhindern. Dozu dienen Gurte in der Korosserie. Nach ordentlicher Befestigung und Sicherung der Lasten wird der Deckel geschlossen und sorgfältig vorsperrt. Das Anfahren des Fahrzeugs mit Anhänger ist einfach. Die zulässige Höchstbelastung beträgt 30 kg, die Höchstgeschwindigkeit der Maschine mit Anhänger ist auf 70 km/h beschränkt. Diese Geschwindigkeit muss mit Rücksicht auf den Strassenzustand, die Lebensdauer des Motorrades und des Anhängers sowie auf die Art der beförderten Last eingehalten werden. Das Motorrad mit Anhänger lässt sich gut lenken. Die Rückfahrt ist einfacher wenn der Sozius mithilft.
Wichtige Teile, wie der Zapfen des Kardangelenkes, der Schwinge, des Rades und die Schrauben zur Befestigung der Konsole müssen regelmässig kontrolliert werden. Die Zapfen des Kardangelenkes, der Schwinge und der Federung sind mit Schmierköpfen versehen und werden je nach Bedarf mit Autofett gefüllt. Nach 2500 km müssen die Radlager geschmiert werden. Gelegentlich müssen auch die Muttern des Kardangelenkes und des Schwingenzapfens so weit festgezogen werden, dass kein schädliches Spiel entsteht, dass aber auch die Beweg-lichkeit des Zapfens nicht leidet. Die Schrauben, mit denen die Anhängevorrichtung an die Karosserie und jene mit denen die Karosserie an den Zentralrohrrahmen befestigt sind sowie die Mutter des Radzapfens müssen ebenfalls kontrolliert und nachgezogen werden. Vor jeder Fahrt ist die Kennummernbeleuchtung zu konlrollieren.
Der Zentralrohrrahmen (Abb. 5) Ist aus Stahlrohren 25 mm zusammengeschweisst. Auf dem Zentralrohr sind zwei gepresste Träger angeschweisst. auf denen die Wagenkarosserie auf vier Gummiblocks ruht.

PAV40 Kupplung

Abb2




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